Unser Verein

Die Geschichte des MSC-Laufen

Die Kriegsjahre und die Währungsreform waren vorüber, als Anfang der 50er Jahre das Deutsche Volk immer mobiler wurde. Auch in Laufen setzte dieser Trend verstärkt ein. So kam es, daß im November 1954 Felix Drusen, Adolf Wolfsholz, Otto Pauli, Heinrich Vogler und Werner Müller die großartige Idee hatten, einen Motorsport-Club zu gründen mit dem Ziel, den heimischen Motorsport zu beleben und zu pflegen. Herr Wolfsholz hatte immer ein Sparschwein dabei, das die Grundlage für das Vereinskapital bilden sollte. Bei jedem der monatlichen Treffen wurde von jedem der Mitglieder ein freiwilliger Beitrag von ein paar Mark eingeworfen. Die gemütlichen Treffen wurden meist in der Brauereigaststätte Wenzl abgehalten. In der Gründungsversammlung wurde unter den Augen von ca. 30 Mitgliedern Felix Drusen zum ersten Vorstand des MSC-Laufen gewählt. Schon damals war es feste Absicht und ein Ziel der Vorstandschaft, sich an den ADAC zu binden und ein ADAC-Club zu werden. Der Vereinsbeitrag wurde im Jahre 1955 auf 4,– DM festgesetzt. Ebenfalls 1955 wurde die erste „Fuchs-Suchfahrt“ abgehalten, die wegen des großen Erfolges von da an fast jährlich durchgeführt wurde. Nach den Kriegsjahren wurden 1955, 1956 und 1957 Faschingsbälle organisiert, die im Gasthof „Ganslmeier“ stattfanden. Auch die bekannten Fahrradturniere wurden damals schon abgehalten, die Teilnehmerzahlen von 50 bis 60 Kinder zeigen den grossen Anklang bei Eltern und Kindern. Eine wichtige Aufgabe des Vereins war es damals auch, die heimischen Behörden in der Planung und Ausführung von Verkehrsmaßnahmen zu beraten und zu unterstützen. So war es in früheren Zeiten durchaus üblich, bei Verkehrsmaßnahmen wie z.B. Geschwindigkeitsbeschränkungen die Initiative, bzw. den Ratschlag des MSC aufzugreifen. Fester Bestandteil im MSC waren auch die Angebote des ADAC, wie z.B. die durchgeführten Licht- und Bremsendienste.

Wie in jedem Verein durfte auch der gesellige Teil nicht zu kurz kommen, ganz im Gegenteil. Die berüchtigten Vatertagsausflüge waren eine äußerst gemütliche Angelegenheit, und wegen der zufällig auf dem Weg liegenden Wirtshäuser wurde der Weg meist zu Fuß bestritten, da mal hier, mal da ein Bierchen oder ein Schnäpschen getrunken werden mußte. Man beachte die schon dazumals gepflegte Vernunft, unter Alkoholeinfluß nicht am Steuer zu sitzen. Eine Sache, die jedem Lenker, vor allem aber jedem MSC-Mitglied selbstverständlich sein sollte. Es wurden regelmäßige Vereinsabende durchgeführt, auch im Luftgewehr-schießen übten sich die Mitglieder des öfteren. Äußerst begehrt waren die schönen Ausflüge, die für viele Menschen damals die einzige Möglichkeit waren, etwas von der Welt zu sehen. Hias Scharf war voller Tatendrang, Fahrten zu organisieren, z.B. nach Schleching, ins ADAC-Museum nach Amerang, nach Tirol usw. Der Fahrer war lange Zeit Heini Gassner.

Eine heitere Anekdote war das völlig überraschend eines Nachts gezündete Feuerwerk am Seebad, das eine „Erleuchtung für die Laufener Motorsportler“ sein sollte. Eine genaue Datierung dieses Erleuchtungsversuches ist nicht möglich, es war irgendwann in den Anfangsjahren des Vereins. Der Verein ist im Laufe der Zeit „sportlicher“ geworden, der Motorsport mit all seinen Bereichen steht immer mehr im Mittelpunkt des Vereinslebens. In früheren Zeiten war der Verein geprägt von einer gemütlichen, familiären, hauptsächlich von geselligen Veranstaltungen geprägten Atmos-phäre. Im Jahre 1971 wurde der MSC Laufen im Vereinsregister eingetragen, 1979 feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen. Sepp Schindler begrüßte damals in der Salzachhalle Herrn Dürk vom ADAC sowie viele weitere Gäste und Mitglieder des MSC zu diesem Festabend. 1994 wurde unter dem damaligen 1. Vorstand Sepp Hofmeister ein Auto-Slalom, beginnend in Englham durchgeführt. 1997 wurde ein zweiter Jugendkart gekauft und im gleichen Jahr am 27. Juli der erste Laufener Jugend-Kart-Slalom auf dem Feuer-wehrplatz abgehalten. Zu Sepp Hofmeisters Zeiten wurden zwei Karts angeschafft und der Motorsport erlebte dadurch seinen großen Aufschwung und Durchbruch im MSC-Laufen. Heutzutage feiert der MSC-Laufen große Erfolge bei Autoslalom- und Bergrennen. Besondere Erfolge feiern „Rennopa“ Hans Hofmeister im NSU TT, Andreas Mayer und Martin Lamminger jeweils im Opel C-Kadett, Willi Richter im Ford Focus RS Turbo und die Brüder Thomas und Andreas Dandl mit ihrem VW-Polo.

Am 19. November 2004 führt 1. Vorstand Hans Hofmeister beim Festabend im Gasthaus Leobendorf den MSC-Laufen im ADAC e.V. über die Schwelle seines 50-jährigen Bestehens.

Ihm gilt besonderer Dank für die großen Verdienste um den Motorsport und den MSC-Laufen. Er war und ist maßgeblich daran beteiligt, daß das Jubiläum überhaupt möglich ist!